Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen

Am Montag endet der offizielle Support von Windows Xp. Endlich!

 

Mein Nachruf auf XP

Viele Jahre war es für viele Nutzer das beste Windows, doch ich mochte mich damals von meinem gut laufenden Windows 2000 nicht trennen. Schließlich war XP technisch gesehen nur ein Servicepack mit neuer Oberfläche und dazu einige Spy-Funktionen und einer Online-Registrierung.

Viele Nutzer hatten 2002 lautstark "Nein" dazu gesagt und es letztlich doch installiert. Playlists des Mediaplayers wurden an MS übertragen, Registrierungszwang gebunden an Hardware und Deaktivierung bei dreimaligem Hardwareänderungen (z.B: Speicheraufrüstung) wurden somit salonfähig.
Dazu kamen viele andere Nachteile, wie eine bescheidene Zwangsfirewall die nicht verhinderte, dass der Rechner ständig nach Hause funkte sowie nur wenige Servicepacks, so dass schon im Jahr 2005 die Installation ein Krampf wurde.

 

Mein Leidensweg hatte ein Ende

Ich hatte bis ca. 2004/05 Windows 2000 genutzt und wollte dann ein neues MS-Office installieren, was mir aber verweigert wurde, da ich kein Xp hatte. Die Begründung seitens MS war, dass das neue Office nunmal XP brauche.
Klar, das Kalkül seitens MS war damals durch die marktbeherrschende Position zwei Produkte zu koppeln und so einfach mehr Geld vom Kunden zu bekommen.

Bei mir führte das zum Gegenteil. Ich fühlte mich für dumm verkauft und hatte auch wirklich keine Lust auf die Spionagefunktionen und die Onlineregistrierung. Ich installierte mir ein Linux paralell zu meinem Windows (damals ein Knoppix) - Dualboot hieß das Zauberwort. An Virtualisierung hatte ich mich damals noch nicht rangetraut. Das war auch noch nicht so einfach wie heute.

Ich habe nach ein paar Monaten das Windows kaum noch gestartet und nach einem Jahr dann beim Einbau einer neuen Systemplatte nicht mit mitgenommen. Meine Welt war windowsfrei.

Klar, jeder hat am Anfang Umstellungsschmerzen! Die Anwendungen unter Linux sind manchmal anders, aber oft ist es nur eine andere Bedienung, die ein wichtiges Tool unter Windows "unverzichtbar" macht.  Bei einigen Programmen hat man da evtl. einen schmerzhafte Lernphase.  Andere Programme hingegen sind von Anfang an unter Linux intuitiver usw... das entschädigt evtl. auch ein wenig für den Umstellungs- bzw. Lernaufwand.

Was mir damals schon gefiel und was bis heute noch viel besser geworden ist die enorme Anpassungsfähigkeit von Linux und seiner Vielzahl an Desktops. Dazu eine Kommandozeile, die mit nichts aus der MS-Welt zu vergleichen ist.

 

"Ich würde ja gerne Umsteigen, kann aber auf die Anwendung XYZ nicht verzichten"!

Erstmal behaupte ich jetzt ganz frech, dass es nur noch sehr wenig Software unter Windows gibt, die nicht ein Pendant unter Linux hat! Bei einigen Programmen wie Photoshop sind die Windowsalternativen aber evtl. technisch fortgeschrittener, so dass man darauf unter Umständen als Power User nicht verzichten mag.

Tests der letzten Jahre haben übrigens gezeigt, dass viele Linuxlösungen mittlerweile den gekauften Windows-Lösungen überlegen sind. Das gilt mittlerweile für Steuersoftware, Office-Lösungen, zum Teil Musiker-Software, Internet- und Netzwerklösungen, Spezialsoftware für die Verwaltung  und Arztpraxen und so manches mehr.

Wenn man nun trotz allem nicht auf seine Windowssoftware verzichten mag, dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. installieren von Windows in einer virtuellen Umgebung wie  Virtualbox. Mit gemeinsamen Ordner ist auch der Datenaustausch problemlos. USB, Drucker usw. läuft alles!

2. Installation in Linux mithilfe von wine. Ob Eurer Programm unter Wine läuft erfährt man in der AppDatabase von wineHQ

 

Noch ein letzter Tipp: Obwohl Ubuntu sehr verbreitet ist, so ist der Desktop etwas umgewöhnungsbedürftig. Mit einem KDE ist man als Windowsumsteiger evtl. besser dran.